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3 Einträge gefunden (Datenstand: 2022-08-21 20:52:39)

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Name: Dürr, Johann Conrad
Geburt: 1625-11-26 Nürnberg
Tod: 1677-07-04 Altdorf
Stand des Vaters: Überreiter, Kastner
Studium: 1637 Immatrikulation in Altdorf
Status: Student
Biographica: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Conrad_D%C3%BCrr
Literatur: Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Universität Altdorf. 2 Bde. Würzburg 1912 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/1-2), hier Bd. II, S. 158
GND: https://d-nb.info/gnd/100112544
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Name: Dürr, Johann Conrad
Geburt: 1625-11-26 Nürnberg
Tod: 1677-07-04 Altdorf
Stand des Vaters: Überreiter, Kastner
Amtszeit: 1651-1654
Status: Alumneninspektor
GND: https://d-nb.info/gnd/100112544
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Name: Dürr, Johann Conrad
Geburt: 1625-11-26 Nürnberg
Tod: 1677-07-04 Altdorf
Stand des Vaters: Überreiter, Kastner
Studium: Altdorf. - Jena. - Helmstedt
Amtszeit: 1654-1677
Status: Professor
Fakultät: Phil, Theol.
Denomination: 1654: Moral. - 1655: Poesie. - 1657: Theologie
Biographica: Dürr stammt aus Nürnberg, besuchte dort das Gymnasium und bezog schließlich 1643 die Universität Altdorf. Nach der Erlangung der Magisterwürde1648 wechselte er nach Jena, ein Jahr später nach Helmstedt, wobei er neben dem Theologiestudium stets auch den philosophischen Fächern besonderes Interesse widmete. Statt in Rinteln eine Professur der Logik und Metaphysik anzunehmen, zog er mit einem jungen Dänen lieber als Hofmeister nach Leipzig.
Dem Ruf auf das Alumneninspektorat in Altdorf leistete er aber 1651 Folge. 1654 wurde er hier Professor für Moralphilosophie, im Folgejahr zusätzlich für Poesie. Als er 1657 an die Theologische Fakultät wechselte, behielt er die Moral-Professur und seinen Sitz in der Philosophischen Fakultät weiterhin bei. Der polyhistorisch tätige, außerordentlich beliebte Lehrer, der in recht bedrängten wirtschaftlichen Verhältnissen lebte, war dreimal Rektor der Universität, siebenmal Dekan der Theologischen und fünfmal der Philosophischen Fakultät.
Dürr gab 1660 die „Isagoge in lectionem Aristotelis” des Aristotelikers Piccart in Dissertationsform mit Anmerkungen heraus. Seit 1659 hielt er Vorlesungen zur theologia moralis. 1662 legte er auf Anregung seines Lehrers Georg Callixt als erster protestanischer Theologe in Deutschland eine vollständige theologische, von der Philosophie unabhängige Ethik vor: das „Compedium” bzw. „Enchiridion theologiae moralis”. Die „theologia moralis” ist für Dürr aber auch eigenständig gegenüber der „theologia dogmatica”: Sie ist eine praktische Wissenschaft, die Lehren für die Lebensgestaltung nach christlichen Tugenden aus der Bibel ableitet und so erklärt, dass Schwierigkeiten und Widersprüche ausgeräumt werden. Ihr inneres Ziel ist die Einübung der von Gott vorgeschriebenen Verhaltensweisen. Hinsichtlich ihres letzten Ziel konvergiert sie mit der theologia dogmatica im Erstreben des ewigen Lebens. Dürrs praxisorientierter Entwurf verstand sich als Hinwendung der lutherischen Orthodoxie zum „tätigen Christentum”.
(Christian Müller / Werner Wilhelm Schnabel)
Literatur: Johann Jacob Baier: Ausführliche Nachricht von der Nürnbergischen Universität-Stadt Altdorff/ Darinnen Sowol der Ursprung und Aufnahme/ Glücks- und Unglücks-Fälle/ herrliche Privilegia und Begnadigungen/ samt andern Denckwürdigkeiten/ besonders aber eine richtige Verzeichnüß aller Professoren, mithin auch der gantze Status Academicus Biß auf gegenwärtige Zeiten ordentlich vorgestellet/ und mit accuraten Kupfern erläutert ist [...]. Nürnberg ²1717, S. 70-79.
Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller Nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach Ihrem Leben/ Verdiensten und Schriften [...]. Fortgesetzt von Christian Konrad Nopitsch. 8 Bde. Nürnberg, Altdorf 1755-1758 und 1802-1808, hier Bd. I, 1755, S. 303-309.; ebd. V, 1802, S. 262.
Georg Andreas Will: Geschichte und Beschreibung der Nürnbergischen Universität Altdorf. Altdorf ²1801 (mit Nachträgen von Christian Conrad Nopitsch), S. 71
Peter Petersen: Geschichte der Aristotelischen Philosophie im protestantischen Deutschland. Leipzig 1921, S. 168 f.
TRE 2, 1978, 327-329 (Gerhard Pfeiffer).
Hubert Filser: Dogma, Dogmen, Dogmatik. Eine Untersuchung zur Begründung und zur Entstehungsgeschichte einer theologischen Disziplin von der Reformation bis zur Spätaufklärung. Berlin, Hamburg, Münster 2001, S. 414.
Athena Norica. Bilder und Daten zur Geschichte der Universität Altdorf. Hg. von Werner Wilhelm Schnabel. Nürnberg 2012 (gff digital, Reihe A: Digitalisierte Quellen, 3), G1310.
Stammbuch: Katalogisat
Porträt: Friedrich Roth-Scholtz (Hg.): Icones Eruditorum Academiae Altdorfinae [...]. Nürnberg, Altdorf 1721/23, Nr. [29]
GND: https://d-nb.info/gnd/100112544
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