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2 Einträge gefunden (Datenstand: 2020-03-15 17:53:28)

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Name: Müller, Johann Heinrich
Geburt: 1671-01-15 Wöhrd bei Nürnberg
Tod: 1731-03-05 Altdorf
Stand des Vaters: Lehrer
Studium: 1781 Immatrikulation in Altdorf
Status: Student
Literatur: Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Universität Altdorf. 2 Bde. Würzburg 1912 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/1-2), hier Bd. II, S. 391
GND: https://d-nb.info/gnd/104158255
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Name: Müller, Johann Heinrich
Geburt: 1671-01-15 Wöhrd bei Nürnberg
Tod: 1731-03-05 Altdorf
Stand des Vaters: Lehrer
Studium: Altdorf. - Tübingen. - Gießen
Amtszeit: 1709-1731
Status: Professor
Fakultät: Phil.
Denomination: 1709: Physik und Mathematik
Biographica: Johann Heinrich Müller war ein seinerzeit sehr berühmter Mathematiker. Er wurde 1671 in der Nürnberger Vorstadt Wöhrd geboren und besuchte schon früh öffentliche Vorlesungen bei Beer, Arnold und Unglenk in Nürnberg. 1692 ging er an die Universität Altdorf, wo er bei Johann Christoph Sturm wohnte; „so konnte er nicht allein die schönsten Experimente mit anschauen, sondern auch aus seinen gelehrten Diskursen vieles profitieren” (Will/Nopitsch, S. 661). 1696 wurde er zum Magister promoviert.
Zum weiteren Studium wandte sich Müller anschließend nach Gießen und Tübingen. Nach fünf Jahren kenrte er in seine Heimat zurück und betätigte sich zunächst als Informator. 1705 vertraute man ihm das Nürnberger Observatorium und die Professur für Physik am dortigen Auditorium publicum an, wo er ein Jahr später eine Sonnenfinsternis beobachten konnte.
1709 wurde Müller zum Professor für Mathematik und Physik in Altdorf ernannt. Maßgeblich war er dort an der Einrichtung des neuen Observatoriums für astronomische Studien (1713) und dessen reichhaltiger Ausstattung beteiligt. „Er lies sich keinen Fleis im Studieren und keine Kosten in Anschaffung rarer Instrumenten dauern, die Geheimnisse der Natur selbst recht zu erforschen und andern gründlich zu lehren” (Will/Nopitsch, S. 661). Verheiratet war er mit einer gelehrten Tochter des bekannten Nürnberger Astronomen Georg Christoph Eimmart (1638-1705), die ihn bei seinen Arbeiten tatkräftig unterstützte. Der in Gelehrtenkreisen gut vernetzte Mathematiker und Astronom war Mitglied der kaiserlichen Akademie der Naturforscher und der Preußischen Societät der Wissenschaften.
(Michael Beck / Werner Wilhelm Schnabel)
Literatur: Sigmund Jacob Apin: Vitae professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt [...]. Nürnberg 1728, S. 319-323.
Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller Nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach Ihrem Leben/ Verdiensten und Schriften [...]. Fortgesetzt von Christian Konrad Nopitsch. 8 Bde. Nürnberg, Altdorf 1755-1758 und 1802-1808, hier Bd. II, 1756, S. 660-664.; ebd. VI, 1805, S. 442 f.
Günther, Naturwissenschften, 1881, S. 8 ff, 29 ff.
Allgemeine Deutsche Biographie 22, 1885, S. 583-585 (Siegmund Günther).
Hans Gaab: Astronomie in Altdorf. Neuhaus 2011 (Mitteilungen der Altnürnberger Landschaft, Sonderheft 52), S. 71-107.
Athena Norica. Bilder und Daten zur Geschichte der Universität Altdorf. Hg. von Werner Wilhelm Schnabel. Nürnberg 2012 (gff digital, Reihe A: Digitalisierte Quellen, 3), K2460.
Porträt: Friedrich Roth-Scholtz (Hg.): Icones Eruditorum Academiae Altdorfinae [...]. Nürnberg, Altdorf 1721/23, Nr. [124]
GND: https://d-nb.info/gnd/104158255
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