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3 Einträge gefunden (Datenstand: 2020-03-15 17:53:28)

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Name: Zeltner, Gustav Georg
Geburt: 1672-09-16 Hiltpoltstein
Tod: 1738-07-20 Poppenreuth
Stand des Vaters: Pfarrer
Studium: 1685-06-27 und 1695-01-07 Immatrikulation in Altdorf. - 1689 Jena
Akad. Grade: 1693 und 1707 Magister
Status: Student
Biographica: Später Diakon und Prof. theol. in Altdorf.
Literatur: Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Universität Altdorf. 2 Bde. Würzburg 1912 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/1-2), hier Bd. II, S. 638.
Elias von Steinmeyer: Weitere Nachträge zum Altdorfer Personenregister. In: Karl Wagner: Register zur Matrikel der Universität Erlangen 1743-1843. München, Leipzig 1918 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/4), S. 631-651, hier S. 650.
Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes 1524–1806. Nürnberg 1965 (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, 41), Nr. 1587.
GND: https://d-nb.info/gnd/115540806
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Name: Zeltner, Gustav Georg
Geburt: 1672-09-16 Hiltpoltstein
Tod: 1738-07-20 Poppenreuth
Stand des Vaters: Pfarrer
Amtszeit: 1695-1698
Status: Alumneninspektor
GND: https://d-nb.info/gnd/115540806
Perma-Link: https://aaa.gf-franken.de/de/recherche.html?permaLink=G1390a Permalink kopieren


Name: Zeltner, Gustav Georg
Geburt: 1672-09-16 Hiltpoltstein
Tod: 1738-07-20 Poppenreuth
Stand des Vaters: Pfarrer
Studium: Altdorf. - Jena
Amtszeit: 1706-1730
Status: Professor
Fakultät: Theol.
Denomination: 1706: Theologie und morgenländische Sprachen. - 1710: Theologie
Biographica: Der zu seiner Zeit berühmte Theologe, Philologe und Historiker Gustav Georg Zeltner wurde am 16. September 1672 in Hilpoltstein als Sohn eines Pfarrers geboren. Bereits mit 17 Jahren begann er sein Studium in Jena. Neben der Philosophie, der Kirchen- und Gelehrtengeschichte und der Theologie interessierte er sich besonders für orientalische Sprachen, vor allem für das Hebräische. Den Magistergrad erwarb er 1683 mit einer Disputation ‚De Iuramentis Ebraeorum’. Danach hielt sich Zeltner einige Zeit in Hamburg auf, um dort rabbinischen Privatunterricht zu nehmen. Eine Reise durch Nord- und Mitteldeutschland schloss sich an; die eigentlich geplante Bildungstour in die Niederlande wurde aber durch den Ruf vereitelt, den er als Alumneumsinspektor nach Altdorf erhielt.
1695 trat Zeltner sein Altdorfer Amt an. Drei Jahre später wechselte er auf eine Professur für Metaphysik an das Nürnberger Auditorium publicum und wurde zugleich Vikar des Kirchenministeriums. 1700 wurde er Diakon bei St. Jakob, vier Jahre später bei St. Sebald. Als 1706 in Altdorf Christoph Wegleiter und Johann Christoph Wagenseil starben, wurde Zeltner zu deren Nachfolger berufen. Neben dem Diakonat in der Universitätsstadt versah er seitdem eine Professur für Theologie und eine der morgenländischen Sprachen. 1717 wurde er zum vordersten Theologieprofessor und Pastor ernannt. Sogar auf dem Krankenbett soll der als ausgesprochen friedfertig und bescheiden geltende und oft kränkelnde Zeltner unterrichtet haben. Trotz großer Anerkennungen wollte er nie Rektor werden.
Neben einer Vielzahl theologischer Schriften veröffentlichte Zeltner eine in nicht weniger als 24.000 Exemplaren verbreitete kommentierte Bibelausgabe (1730). Um die regionale Gelehrtengeschichte hatte er sich schon zuvor mit seiner Biographiensammlung der Altdorfer Hochschultheologen (1722) verdient gemacht. Bis heute unverzichtbar ist seine großangelegte und materialreiche Darstellung zur Geschichte des Kryptosozinianismus an der Palaekome (1744).
Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes schied Zeltner 1730 aus dem Universitätsdienst aus. Aus dem berühmten Universitätsprofessor wurde auf eigenen Wunsch ein Dorfpfarrer in Poppenreuth bei Nürnberg.
(Michael Beck / Werner Wilhelm Schnabel)
Literatur: Gustav Georg Zeltner: Vitae Theologorum Altorphinorum A Condita Academia Omnium Una Cum Scriptorum Recensu Plenius Et Accuratius Ad Historiae Ecclesiasticae Et Literariae Usum [...]. Nürnberg, Altdorf 1722, S. 489-499.
Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller Nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach Ihrem Leben/ Verdiensten und Schriften [...]. Fortgesetzt von Christian Konrad Nopitsch. 8 Bde. Nürnberg, Altdorf 1755-1758 und 1802-1808, hier Bd. IV, 1758, S. 329-343.; ebd. VIII, 1808, S. 436 f.
Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes 1524-1806. Nürnberg 1965 (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, 41), Nr. 1587.
Hans Recknagel: Die Nürnbergische Universität Altdorf und ihre großen Gelehrten. Altdorf 1998, S. 150-154.
Athena Norica. Bilder und Daten zur Geschichte der Universität Altdorf. Hg. von Werner Wilhelm Schnabel. Nürnberg 2012 (gff digital, Reihe A: Digitalisierte Quellen, 3), G1390.
Porträt: Friedrich Roth-Scholtz (Hg.): Icones Eruditorum Academiae Altdorfinae [...]. Nürnberg, Altdorf 1721/23, Nr. [38]
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