Recherche

Suche nach Personeneinträgen:

Statusgruppe:
Sortierung Reihenfolge: Aufsteigend Absteigend
 

3 Einträge gefunden (Datenstand: 2020-03-15 17:53:28)

Anfang Zurück Weiter Ende
Seite 1 von 1

Name: König, Georg
Geburt: 1590-02-02 Amberg
Tod: 1654-09-10 Altdorf
Stand des Vaters: Pfennigmeister
Studium: 1606-06-28 Immatrikulation in Altdorf. - 1609 und 1610 Wittenberg, 1611 Jena
Akad. Grade: 1626 Doktor theol.
Status: Student
Literatur: Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Universität Altdorf. 2 Bde. Würzburg 1912 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/1-2), hier Bd. II, S. 118.
Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes 1524–1806. Nürnberg 1965 (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, 41), Nr. 661.
Stammbuch: Katalogisat
GND: https://d-nb.info/gnd/116292008
Perma-Link: https://aaa.gf-franken.de/de/recherche.html?permaLink=07916 Permalink kopieren


Name: König, Georg
Geburt: 1590-02-02 Amberg
Tod: 1654-09-10 Altdorf
Stand des Vaters: Pfennigmeister
Studium: Altdorf. - Wittenberg. - Jena. - Marburg
Amtszeit: 1615-1654
Status: Professor
Fakultät: Theol.
Denomination: 1615: Theologie
Biographica: Der aus dem oberpfälzischen Amberg stammende König, Sohn des dortigen landschaftlichen Pfennigmeisters, wurde bereits als Siebenjähriger auf die Schule nach Regensburg geschickt, da die lutherischen Eltern ihren Sohn dem calvinistischen Umschwung in ihrem Territorium entziehen wollten. Nach fünf Jahren auf dem Sulzbacher Gymnasium bezog er 1606 die Altdorfer Akademie, woran sich drei Jahre später Studienaufenthalte in Wittenberg und Jena anschlossen.
1613 nach Amberg zurückgekehrt, bewarb sich der streng orthodoxe Schüler Jacob Schoppers auf die eben freigewordene Stelle Johann Kilian Sprembergers. Allerdings erhielt er die Professur erst 1614, nachdem er sich ein Jahr als Vikar im Altdorfer Kirchendienst bewährt hatte. Bald darauf machte er sich auch bei der ‚Bekehrung’ der enttarnten Sozinianer einen Namen, die in Nürnberg scharfen Inquisitionen unterzogen wurden; zu ihnen unterhielt er aber auch persönlich freundschaftliche Beziehungen. 1626 wurde König auf die erste Professorenstelle befördert, nachdem mehrere Berufungsverhandlungen – unter anderem mit dem bekannten Georg Calixt – gescheitert waren und er den theologischen Doktorgrad erworben hatte.
Wie viele andere verließ König den Universitätsort 1632 zeitweilig, um sich in Nürnberg vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen. Bald nach Altdorf zurückgekehrt, übernahm er 1644 die Aufsicht über die Universitätsbibliothek. Das Rektorat seiner Hochschule versah er insgesamt fünfmal.
Hinterlassen hat König in einem vierzigjährigen Wirken in Altdorf neben einer Vielzahl gedruckter Kasualpredigten auch zahlreiche akademische Disputationen, die oft eine kontroverstheologische Zielrichtung hatten. Ähnliche Funktion hatte auch sein Hauptwerk, der in seinem Todesjahr erschienene „Casus conscientiae”, in dem er das richtige Verhalten des Christen in verschiedenen Situationen unter stark konfessionalistischer Perspektive diskutierte. Georg Matthias König, der Sohn des Theologen, amtierte später als Professor der Philosophie ebenfalls in Altdorf.
(Werner Wilhelm Schnabel)
Literatur: Gustav Georg Zeltner: Vitae Theologorum Altorphinorum A Condita Academia Omnium Una Cum Scriptorum Recensu Plenius Et Accuratius Ad Historiae Ecclesiasticae Et Literariae Usum [...]. Nürnberg, Altdorf 1722, S. 7-12.
Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller Nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach Ihrem Leben/ Verdiensten und Schriften [...]. Fortgesetzt von Christian Konrad Nopitsch. 8 Bde. Nürnberg, Altdorf 1755-1758 und 1802-1808, hier Bd. II, 1756, S. 316-324.; ebd. VI, S. 233 f.
Andreas Würfel: Diptycha Ecclesiarum In Oppidis Et Pagis Norimbergensibus das ist: Verzeichnüs und Lebensbeschreibungen der Herren Prediger [...]/ welche so wol in den Städtlein als auf denen Dorfpfarren Nürnbergischen Gebiets gedienet. Nürnberg 1759, S. 7-12.
Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes 1524-1806. Nürnberg 1965 (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, 41), Nr. 661.
Wolfgang Mährle: Academia Norica. Wissenschaft und Bildung an der Nürnberger Hohen Schule in Altdorf (1575-1623). Stuttgart 2000 (Contubernium, 54), S. 502-504.
Athena Norica. Bilder und Daten zur Geschichte der Universität Altdorf. Hg. von Werner Wilhelm Schnabel. Nürnberg 2012 (gff digital, Reihe A: Digitalisierte Quellen, 3), G1090.
Porträt: Gustav Georg Zeltner: Vitae Theologorum Altorphinorum A Condita Academia Omnium Una Cum Scriptorum Recensu Plenius Et Accuratius Ad Historiae Ecclesiasticae Et Literariae Usum [...]. Nürnberg, Altdorf 1722, ggb. S. 112
GND: https://d-nb.info/gnd/116292008
Perma-Link: https://aaa.gf-franken.de/de/recherche.html?permaLink=G1090 Permalink kopieren


Name: König, Georg
Geburt: 1590-02-02 Amberg
Tod: 1654-09-10 Altdorf
Stand des Vaters: Pfennigmeister
Amtszeit: 1644-1654
Status: Universitätsbibliothekar
GND: https://d-nb.info/gnd/116292008
Perma-Link: https://aaa.gf-franken.de/de/recherche.html?permaLink=G1090a Permalink kopieren


Anfang Zurück Weiter Ende
Seite 1 von 1