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2 Einträge gefunden (Datenstand: 2020-03-15 17:53:28)

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Name: Jungermann, Ludwig
Geburt: 1572-07-04 Leipzig
Tod: 1653-06-08 Altdorf
Stand des Vaters: Rechtsprofessor
Studium: 1597 Immatrikulation in Altdorf
Status: Student
Literatur: Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Universität Altdorf. 2 Bde. Würzburg 1912 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, IV/1-2), hier Bd. II, S. 325
GND: https://d-nb.info/gnd/117238333
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Name: Jungermann, Ludwig
Geburt: 1572-07-04 Leipzig
Tod: 1653-06-08 Altdorf
Stand des Vaters: Rechtsprofessor
Studium: Leipzig. - Jena. - Altdorf. - Gießen
Amtszeit: 1625-1653
Status: Professor
Fakultät: Med.
Denomination: 1625: Anatomie und Botanik
Biographica: Ludwig Jungermann wurde 1572 als Sohn des Leipziger Juristen Caspar Jungermann (1531-1606) geboren. Frühzeitig interessierte er sich für Botanik. Seine Studien führten ihn nach Jena, Altdorf und Gießen. Da er sich offensichtlich bereits frühzeitig mit der Systematisierung von Medizinalpflanzen beschäftigte, bat ihn Basilius Besler 1610 bei der Erneuerung des Eichstädter Botanischen Gartens um Unterstützung. Dabei erwarb sich Jungermann besondere Verdienste. Zusammen mit Besler hat er den Text zum berühmten „Hortus Eystettensis” (1613) verfasst.
1611 wurde Jungermann zum Doktor der Medizin promoviert. 1614 berief man ihn – seiner Neigung entsprechend – als Professor für Botanik an die Universität Gießen, wo er sich um die Anlage und Betreuung eines Medizinischen Gartens verdient machte. 1624 amtierte er als Rektor der dortigen Hochschule. Mehrmals erhielt Jungermann Rufe nach Norddeutschland, Dänemark und England, die er jedoch alle ausschlug.
Als die Gießener Universität 1624 im Zuge der innerdynastischen konfessionellen Streitigkeiten im Hause Hessen nach Marburg verlegt wurde, wechselte Jungermann nach Altdorf. Dort wurde er im Folgejahr zum Professor der Anatomie und Botantik ernannt und begann auch hier sogleich mit dem Anlegen eines Botanischen Gartens (1626). Große Beachtung erzielte er u.a. auch deshalb, weil er viele seltene ausländische Pflanzen darin zog und in ausgebreiteten Briefwechseln mit anderen Naturkundlern stand. Renommiert war Jungermann wegen seiner Bemühungen um die Bestimmung von Ordnungsmerkmalen im Pflanzensystem; zusätzliche Interessen galten aber auch der Astronomie und der Anagrammatik. Sein Herbarium mit über 2000 Pflanzen vermachte er später der Altdorfer Universitätsbibliothek. Auch hinterließ er der Hochschule einen silbernen Becher. Jungermann war neunmal Dekan seiner Fakultät und dreimal Rektor. 
(Silvia Glaser)
Literatur: Jo[hann] Jac[ob] Baier: Biographiae Professorum Medicinae Qui In Academia Altorfina Unquam Vixerunt. Nürnberg, Altdorf 1728, S. 80-92.
Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller Nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach Ihrem Leben/ Verdiensten und Schriften [...]. Fortgesetzt von Christian Konrad Nopitsch. 8 Bde. Nürnberg, Altdorf 1755-1758 und 1802-1808, hier Bd. II, 1756, S. 261-266.; ebd. VI, 1805, S. 190.
Allgemeine Deutsche Biographie 14, 1881, S.  711 (Ernst Wunschmann).
Dorothee Flessa: Die Professoren der Medizin zu Altdorf von 1580-1809. Erlangen 1969, S. 22-24.
Neue Deutsche Biographie 10, 1974, S. 683 f. (Heinz Röhrich).
Athena Norica. Bilder und Daten zur Geschichte der Universität Altdorf. Hg. von Werner Wilhelm Schnabel. Nürnberg 2012 (gff digital, Reihe A: Digitalisierte Quellen, 3), I1110.
Porträt: Friedrich Roth-Scholtz (Hg.): Icones Eruditorum Academiae Altdorfinae [...]. Nürnberg, Altdorf 1721/23, Nr. [78]
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